Großübung bei Magdala fordert mehrere Hilfsorganisationen

Am Vormittag des 27. Juni 2015 probten Rettungskräfte verschiedener Hilfsorganisationen bei einem schweren Verkehrsunfall mit einem Bus und weiteren beteiligten Fahrzeugen an der Unterführung der Bundesautobahn 4 bei Magdala (Kreis Weimarer Land) den Ernstfall.

Ein Reisebus stürzt von der Autobahn und überschlägt sich auf der Böschung. Der Bus kommt neben der Autobahnunterführung quer zum Stehen und blockiert dabei die ganze Straße. Ein LKW kollidierte frontal mit der Brückenwand. Zwei PKW können nicht mehr ausweichen und fahren frontal in die Seite von dem Bus. Aufgrund der festgestellten Lage und einem sogenannten Massenanfall von Verletzten (kurz MANV) wurde schnell klar, dass die ortsansässige Freiwillige Feuerwehr Magdala diese Aufgabe nicht alleine bewältigen kann. Daher wurden nun alle möglichen Einsatzkräfte verschiedener Hilfsorganisationen im Kreis Weimarer Land zur Unterstützung mobilisiert.

Der Katastrophenschutzzug des DRK Kreisverband Apolda bestehend aus dem Sanitätszug, dem Unterkunfts- und Betreuungsdienst sowie dem Verpflegungsdienst trifft an der Einsatzstelle ein. Es werden Betreuungszelte aufgebaut. Die Kameraden und Kameradinnen unter Leitung zweier Notärzte und dem Organisatorischen Leiter Rettungsdienst kümmern sich um die Sichtung, Versorgung und dem Abtransport der Verletzten. Die Verletzten wurden aufgrund des Verletzungsgrades in die Kategorien rot, gelb, grün und blau eingeteilt. Dies wurde auf der Anhängekarte der Patienten vermerkt.

Der Katastrophenschutzzug 1 Rettung des Weimarer Landes mit Kameraden aus den Wehren Bad Sulza, Moorental, Mellingen, Buttelstedt und Blankenhain kam zur Unterstützung am Bus sowie am verunfallten LKW zum Einsatz. Der THW Ortsverband Apolda sicherte mit einer Gerüstkonstruktion die Autobahnbrücke ab, die nach dem Aufprall mit dem LKW als einsturzgefährdet eingestuft wurde. Außerdem wurde eine Netzersatzanlage in Betrieb genommen. Die Rettungshundestaffel aus Bad Berka wurde nachgefordert, weil vier Personen als vermisst gemeldet waren. Sie kamen mit mehreren Mantrailingteams und insgesamt 14 Rettungshunden.

Die Führungs- und Unterstützungsgruppe Weimarer Land mit Kreisbrandinspektor Steffen Schirmer sowie das Umweltamt Apolda in Begleitung von der stellvertretende Landrätin Christiane Schmidt-Rose waren mit vor Ort. Mehrere Seelsorger betreuten die Verletzten. Außerdem nahmen auch zwei Reservisten des Kreisverbindungskommandos und der Einsatz-Unterstützung Weißenfels von der Bundeswehr an der Übung teil.

Kräfte im Einsatz: Freiwillige Feuerwehren Magdala, Ottstedt, Göttern, Katastrophenschutz Einsatzzug 1 Rettung, Katastrophenschutzzug DRK Kreisverband Apolda, THW Ortsverband Apolda, Rettungshundestaffel Bad Berka, Führungsgruppe Weimarer Land, Bundeswehr, Jugendrotkreuz Thüringen, DRK Kreisverband Bad Salzungen, Notfallseelsorge

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