Sturmböen: Baum kracht auf Transporter und Haus in Weimar

Am 12. Juli 2017 zwischen 19.00 Uhr und 20.40 Uhr zogen kräftige Windböen von West nach Ost über den Freistaat. Die Berufsfeuerwehr Weimar wurde gegen 19.30 Uhr zu einem Baum auf PKW in der Karl-Hausknecht-Straße in Weimar alarmiert.

Der Baum brach auf dem Gelände des historischen Friedhof Weimar ab und stürzte auf einen parkenden Mercedes-Benz Sprinter. Aufgrund der Größe des Baumes beschädigte er auch ein Mehrfamilienhaus. Hier gab es defekte Fensterscheiben, Beschädigungen im Dachbereich und an der Fassade.

Die alarmierten der Kameraden der Feuerwehr mussten mit mehreren Motorkettensägen den Baum entfernen. Aufgrund des großen Durchmessers gestalteten sich die Maßnahmen zum Entfernen des Baumes auf dem Transporter recht schwierig. Nachdem der rund 60 cm starke Stamm geschnitten war, wurde er mit dem Rüstwagen vom Fahrzeug gezogen und anschließend klein geschnitten.

Am PKW entstand dabei wirtschaftlicher Totalschaden. Das Fahrzeug war gerade einmal 1,5 Jahre jung. Für den Fahrzeugbesitzer und selbstständigen Unternehmer Thomas Salisch ist das ganz bitter. Er ist beruflich auf sein Fahrzeug angewiesen. Zudem sollte es in den kommenden Tagen mit der Familie in den Urlaub gehen. Er muss nun versuchen, so schnell wie möglich an ein Ersatzfahrzeug heranzukommen. Der Transporter musste durch ein Abschleppunternehmen geborgen werden.

Die Polizeiinspektion Weimar hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Schadenshöhe am Transporter und Wohnhaus beträgt rund 55.000 Euro. Während des Einsatzes musste die Karl-Hausknecht-Straße für mehrere Stunden voll gesperrt werden. Personen wurden glücklicherweise nicht verletzt. Neben dem Wind setze auch starker Regen während des Einsatzes ein.

Auch in Eisenach, Erfurt, Gamstädt, Bürgel, Trotz bei Serba, Jena, Gera und Greiz wurden über Notruf vereinzelt umgestürzte Bäume, abgebrochene Äste und zwei abgerissene Stromleitungen gemeldet. Die örtlichen Feuerwehren haben die Gefahren beseitigt. Zu weiteren Schadensmeldungen, die den jeweiligen Rettungsleitstellen direkt gemeldet wurden, liegen keine Informationen vor.

« von 24 »
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