Brandanschlag auf 15 Polizeifahrzeuge in Erfurt aus 2013 aufgeklärt

 

Ermittlern des Landeskriminalamtes Thüringen ist es gelungen, den fünf Jahre zurückliegenden Brandanschlag aufzuklären. Damals wurden auf dem Gelände des Autohauses Glinicke in Erfurt, Hermsdorfer Straße 2, 15 fabrikneue Polizeifahrzeuge VW T5 durch einen Brand zerstört bzw. beschädigt.

Der wirtschaftliche Schaden wurde auf mindestens 750.000 € beziffert. Aufgrund der Tatbegehung war davon auszugehen, dass es sich um eine zielgerichtete Tathandlung gegen die Polizei handelte. Die Ermittlungen wurden dem LKA übertragen und mit hoher Intensität und zunächst mit mehr als 40 Ermittlern durch die Besondere Aufbauorganisation T5 (BAO T5) geführt.

In diesem Ermittlungsverfahren wurden über 1.500 Personen befragt oder als Zeugen vernommen sowie mehr als 1.300 gesicherte Spuren geprüft. Das Ermittlungsverfahren trat auch nach Beendigung der BAO nie aus dem Fokus. Auf Grund neuer Hinweise geriet der nun Tatverdächtige, ein 27-jähriger Mann aus Erfurt, ins Visier der LKA-Ermittler.

Er wurde bereits 2017 vom Landgericht Erfurt u. a. wegen versuchter Brandstiftung in zwei Fällen in Tatmehrheit mit Brandstiftung in vier Fällen rechtskräftig zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von fünf Jahren und sechs Monaten verurteilt und verbüßt diese derzeit in einer Thüringer Justizvollzugsanstalt.

Der Tatverdächtige hat sich bereits zur Tat geäußert und diese gestanden sowie weitere Delikte eingeräumt. Zur Tatzeit 2013 war er auch im Umfeld der NPD aktiv. Nach hiesigen Informationen trat er z. B. als Wahlhelfer auf. Derzeit liegen jedoch keine staatsschutzmäßigen Erkenntnisse zu ihm vor.

Foto: MAS Bildagentur – Marcus Scheidel

24.10.2018 / Landespolizeidirektion / ms

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