Sechs afghanische Jugendliche in LKW-Auflieger im GVZ Erfurt eingeschlossen

Am Donnerstag gegen 16.00 Uhr parkte der Fahrer einer Sattelzugmaschine aus Rumänien sein Fahrzeug auf einem Parkplatz im Güterverkehrszentrum Erfurt. Als er gegen 18.00 Uhr zu seinem Fahrzeug zurückkehrte, bemerkte er, dass die Plane seines Aufliegers aufgeschnitten war und mehrere Personen um Hilfe rufen.

Als er daraufhin die Türen des Auflegers öffnete und nachschaute, entdeckte er mehrere afghanische Jugendliche. Die verständigte Bundespolizei und Polizei Erfurt kamen zum Einsatz. Nach ersten Ermittlungen handelte es sich bei den Personen um sechs männliche Jugendliche zwischen 10 und 16 Jahren aus Afghanistan.

Sie befanden sich seit mehreren Tagen auf der Ladefläche des Lasters. Aufgrund des unklaren Gesundheitszustandes der Kinder- und Jugendlichen wurde ein Rettungswagen und ein leitender Notarzt alarmiert. Eine Sichtung der Personen ergab, dass alle unverletzt waren. Jedoch hatten diese seit mehreren Tagen keine Flüssigkeit und Nahrung zu sich genommen.

Aufgrund der aktuellen Hygienebestimmungen waren die Polizeibeamten und Rettungskräften zum Teil mit weißen Schutzanzügen bekleidet. Polizeibeamte gingen auf die Ladefläche und holten dort offensichtlich Kleidung und weitere persönliche Gegenstände herunter. Anschließend wurde der Auflieger durch die Polizei verschlossen.

Die Kinder- und Jugendlichen brachte man anschließend mit einem Transportfahrzeug der Bundespolizei auf die Dienststelle in Erfurt. Dort wurden sie erkennungsdienstlich behandelt und anschließend in eine Einrichtung für geflüchtete Kinder- und Jugendliche in Erfurt übergeben. Die Ermittlungen der Bundespolizei laufen.

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